Tagebuch: HLK/DM in Oberhof 2002


Schon lange vorher vom berühmt berüchtigtem Biathlonvirus infiziert, kamen Jörg und Jürgen vom Führungsteam bereits am Mittwoch in Oberhof an. Matze musste für Oberhof leider passen, da er gerade zu dieser Zeit einige wichtige Prüfungen abzulegen hatte.

Neben den üblichen organisatorischen Aufgaben und Überlegungen (Wochenendeplanung, Eintrittskarten, Mitgliederanreise und Nahrungssuche ;-) ) gab es auch diverse FC-interne Dinge zu besprechen und zu planen.

Am Donnerstag stand natürlich der mittlerweile obligatorische Besuch des Damentrainings auf dem Programm. Dort findet dann zumeist das erste große „Hallo“ mit den Athletinnen statt. Zugleich ist es auch der erste Hinweis darauf, wie gut alle in Form sind oder ob jemand geschwächt in die Wettkämpfe gehen wird. Es bietet gleichzeitig auch schon mal die Möglichkeit zu sehen, wie die Bedingungen vor Ort sind. Ein Platz für’s Plakat wird gesucht und die besten Plätze zu anfeuern werden auch schon mal unter die Lupe genommen (natürlich unter fachkundiger Anleitung ;-))

Am Abend gab es dann ein richtig „goldiges“ Treffen mit unseren beiden Olympiasiegerinnen aus dem Hause Henkel... dazu wird es aber in Kürze etwas mehr zu lesen geben!

Nach einer langen Nacht, in der die Erlebnisse des Tages und vor allem des Abends noch mal so richtig bequatscht wurden, ging es am Freitag früh morgens reichlich unausgeschlafen hoch zum provisorischen „Stadion“ (so nahe wird man in Oberhof wohl nie mehr an die Strecke oder an die Athleten kommen... schade eigentlich). Am Stadion gab es dann das erste große Wiedersehen mit den ersten weiteren FC-Mitgliedern, bei Markus war das jedoch keine besondere haarige Angelegenheit mehr seit seinem letzten Friseurbesuch .

Die Nervosität vor dem ersten Wettkampf im „neuen“ Jahr war doch sehr zu spüren, da nütze es auch nicht zu sagen, es ist ja „nur“ ein Test und Andrea ist mit Skirollern nicht unbedingt per „DU“. Während des Rennes standen die etwas nervenschwächeren wie Jürgen an der Strecke um Andrea über den immens harten Berg etwas beistand zu leisten, andere suchten sich am Schiessstand ein Plätzchen um von dort die Ergebnisse fix an die „Streckenposten“ zu geben und umgekehrt. Erschöpft und auch enttäuscht über den Rennverlauf fand Andrea nach dem Rennen aber noch die Zeit, sich auf einen Plausch zu uns zu gesellen, bevor sie dann zum Auslaufen wieder auf ihren eigentlichen Skirollern verschwand.

Am Samstag ging es dann wieder frischen Mutes hinauf zum Grenzadler. Einige weitere Mitglieder fanden sich ein, sodass wir nach dem Sven Fischer FC wohl die größte Fraktion gestellt haben dürften. Nach dem Plakataufbau und dem Herrenrennen gingen einige wieder an die Strecke, andere zitterten im Stadion mit. Und es wurde ein Wechselbad der Gefühle... nach einem starken Start von Andrea (nach der zweiten Schiesseinlage war sie unter den ersten 8) fiel sie leider nach den letzten beiden Schiesseinlagen trotz einer großartigen kämpferischen Leistung auf der Strecke wieder zurück.

Im Anschluss an das Rennen wollte Andrea uns nach Hause schicken, da sie am Sonntag nicht starten werde... aber so leicht wird sie uns dann doch nicht los ;-)

Nach den Verfolgungsrennen der Biathleten starteten die Langläufer ihre Verfolgungsrennen. Manuela verzichtet jedoch aufgrund einer Verletzung auf den Start. Wir nutzen natürlich die Gelegenheit und betrachteten uns diese Rennen... das Tempo, das die Spitzläufer da vorlegen ist schon enorm!

Am Abend tauchten wir dann geschlossen zur Siegerehrung im Haus des Gastes auf und zogen später dann weiter ins Felix, das mittlerweile unser Stammlokal geworden sein dürfte und dort wurde dann auch oft auf Andrea angestoßen ;-)

Nach einer kurzen Nacht schleppten wir uns am Sonntag ein letztes mal zum Grenzadler hoch... es wurde Flagge bzw. Plakat gezeigt! Damit es beim „Sprint unter Staffelbedingungen“ auch etwas zu gewinnen gab, wurde der Wettbewerb „Deutschland-Cup“ genannt und entwickelte sich auch zu einem sehr spannenden Rennen. Das Feld wurde durch die am Samstag und Sonntag angereisten Junioren und Juniorinnen aufgefüllt, die dann auch gleich sehr gut mitmischten. Auch die Langläufer trugen noch Rennen aus, bei den Damen ging es auf eine 8,8 Kilometer Strecke und diesmal war dann auch Manuela mit am Start, die von uns auch lautstark unterstütz wurde, so unter „Henkels“ ist das ja auch kein Problem ;-) Manuela führte das Feld dann auch gleich als „Lokomotive“ ab der zweiten Runde an und behielt die Führung dann bis kurz vor dem Ziel, wo sie die Führung abgeben musste und schließlich als vierte knapp geschlagen ankam.

Nachdem wir uns von Andrea mit besten Wünschen und einigen aufbauenden Worten verabschiedet hatten, ging es noch mal zum „Abschiedskaffee“ nach Oberhof um dort das erlebte Revue passieren zu lassen ehe wir uns schweren Herzens aus Oberhof verabschiedeten.

Fazit:
Durch die unterschiedlichen Trainingsplanungen und Vorbereitungen und die Einbindung der HLK in diese, waren einige Athleten besser auf diese Wettkämpfe vorbereitet als andere. Letztenendes entscheiden die Leistungen auf Schnee über Erfolg und Niederlage. Andrea ist keine Skirollerspezialistin und wird es nach eigener Aussage wohl auch nie werden, daher waren die Erwartungen ja ohnehin nicht zu hoch angesetzt. Und gerade wenn es einmal gar nicht läuft, ist es für sie umso wichtiger, zu wissen, dass ihre Fans felsenfest hinter ihr stehen, egal welche Resultate sie erreicht!

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